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MSV
9.-13.10. 2017

Internationale Maschinenbaumesse

Tschechien will auf der EXPO in Dubai Wasser aus der Luft vorstellen

 

Die EXPO 2020 wird die erste Weltausstellung sein, die in der Region Mittlerer Osten, Südasien und Nordafrika stattfindet. Ihr zentrales Thema lautet „Connecting minds, creating the future“. „Teilnahme der Tschechischen Republik an der EXPO 2020 in Dubai“ lautete  wiederum der Titel einer Konferenz, die im Rahmen der MSV im Exporthaus auf dem Messegelände stattfand, veranstaltet vom Büro des Generalkommissars für die Teilnahme der Tschechischen Republik an der Expo 2020.

„Connecting minds, creating the future“

Die Tschechische Republik wird auf der EXPO einen eigenen Pavillon bauen, in dem die Entwicklung von Technologien zum Gewinnen von Wasser aus der Luft mit Hilfe von Solarzellen vorgestellt werden soll. Aktuell wird das Konzept der tschechischen Teilnahme an der Weltausstellung erarbeitet. Zum Generalkommissar für die Expo in Dubai ernannte der tschechische Außenminister Lubomír Zaorálek Hrn. Jiří František Potužník, der bereits die tschechische Vertretung auf der Weltausstellung in Mailand leitete und im Frühjahr siegreich aus der Ausschreibung für die kommende Expo hervorging.

Tschechische Wissenschaftler werden versuchen, ein komplettes Set an Erfindungen zusammenzustellen, mit denen die Tschechische Republik in Dubai eine Wüstenoase aufbauen könnte. Dies ist eine interessante Idee, da Wasser in Dubai sechsmal teurer ist als Benzin.  An ähnlichen Technologien arbeiten auch Wissenschaftler der University of Californie, Berkeley oder ihre Kollegen in den Niederlanden. Laut Potužník werden an dem tschechischen Projekt die Tschechische technische Universität Prag und die Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik beteiligt sein. Der Pavillon soll laut Entwurf die Form eines riesigen Regenschirms haben, dessen Dach mit Solarpaneelen bedeckt ist und den Boden beschattet, der mit dem gewonnenen Wasser bewässert wird, um das Wachstum von Moos zu ermöglichen, das letztendlich die Wüste kultiviert. Bei der Entwicklung des Mooses arbeiten tschechische Wissenschaftler mit israelischen Kollegen zusammen.

Die Kosten für Pavillon und Präsentation sollen 250 Millionen CZK betragen, weitere Dutzende Millionen könnten laut Entwurf in die Umgebung des tschechischen Gebäudes und in Rahmenprogramme fließen. „Direkt aus dem Staatshaushalt rechnet das Projekt mit 160 Millionen Kronen, 70 Millionen sind als nicht genutzte Einsparung von Mailand übriggeblieben, die wir nutzen möchten, und 20 Millionen möchte ich aus privaten Quellen auftreiben, ähnlich wie es bei Mailand war“, beschrieb Potužník die Finanzquellen des Projekts. Laut seinen Worten sinken die staatlichen Ausgaben für Weltausstellungen, da immer mehr private Investoren eingebunden werden können. Wasser war bereits in Mailand eines der Schlüsselthemen der tschechischen Pavillons. Dieser war aus wiederverwertbaren Modulen zusammengesetzt, die von der tschechischen Firma Koma in Vizovice hergestellt worden waren. Die Expobesucher konnten im Pavillon die Tschechische Republik mit ihren Regionen sowie tschechische Erfolge in Wissenschaft und modernen Technologien kennen lernen.

Laut Potužník sollte das System, soweit alles gut ausgeht, nicht nur tschechisches Know-how präsentieren, sondern auch als Patent der Tschechischen technischen Universität registriert werden. „Wir hoffen, dass wenn es uns gelingt, das zu bauen, es auch als Lösung für weitere Regionen dienen kann, von Afghanistan bis zum Süden Amerikas“, ergänzte Potužník.

Mit den Vorbereitungen zur Expo geht auch die Umsetzung mehrerer gigantischer Projekte in den Emiraten einher, die in Dubai und Abu Dhabi entstehen und deren Fertigstellung vor der Eröffnung der Weltausstellung vorgesehen ist. Zum Beispiel das Museum der Zukunft: Immer einen Schritt voraus, das bei den Emirates Towers an der Hauptverkehrsader Sheikh Zayed Road stehen soll. Für den Bau sollen neueste Technologien angewandt werden, dank denen seine progressive ovale Form entstehen soll. Die die Zukunft in Wissenschaft, Technologien und Innovationen vorausgreifenden Exponate sollen alle sechs Monate ausgetauscht werden, um mit den sich ändernden Trends Schritt zu halten. Ein weiteres Projekt heißt „Jewel of the Creek“ und soll aus Wohnhäusern, Bürotürmen, Luxushotels sowie Erholungs- und Kongresszentren bestehen. Fehlen werden auch nicht Tanzsaal, Shops und ein Yachtverleih. Mit seiner Form wird es den Dubai Creek quasi entlangfließen und den mit 400 Metern längsten Strand im Mittleren Osten umschließen. „Westin Hotel“ ist ein Milliardenprojekt, das die drei bestbewerteten Hotels umfasst (Westin, St Regis und W Dubai).  Teil der „Stadt“ ist auch ein Park für die Wassershow La Perle, entworfen vom italienisch-belgischen Theaterdirektor Franco Dragone, der zum Beispiel mit dem Cirque du Soleil und Céline Dion zusammenarbeitet. Freuen kann man sich auch auf das erste Bentley-Café.

Interessant gestalten sich auch die künstlichen Inseln Deira. Auf den vier „Strandstadt“ genannten Inseln findet man eine arabische Markthalle im Stil eines Nachtmarkts, ein Amphitheater für 30.000 Zuschauer, einen Hafen für Großyachten sowie Hotelressorts. Als gigantisch ist ein Projekt zu bezeichnen, das an der Grenze zwischen den Emiraten Sharjah und Dubai entsteht und Al Mamzar Beachfront heißt. Rund um den 53 Hektar großen See Al Mamzar sollen Tausende Residenzen, Hunderte Hotelzimmer und 250.000 Quadratmeter an Geschäften entstehen. Und was zum Beispiel der größte Hafen im Mittleren Osten oder ein Leuchtturm kombiniert mit einem Luxushotel? Das alles soll in Dubai bis 2020 im Rahmen des Projekts Dubai Harbour entstehen. Eigentümer von Yachten können ihre schwimmenden Heime in einem Hafen mit 1.400 Anlegeplätzen „parken“, und jene, die mit dem Hubschrauber anreisen, können von drei Helipads wählen. Die interessanteste Sehenswürdigkeit ist jedoch der geplante, 135 Meter hohe Leuchtturm im Stil eines Luxushotels mit Aussichtsterrasse und einer glatten Fassade, die als Leinwand für Videovorführungen oder Lichtshows genutzt werden kann.

Datum: 10.10.2017 16:30:00


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